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Ein Frau schaut durch ein Mikroskop.

Forschung am Amyloidosis Center Charité Berlin

Am ACCB werden interdisziplinäre Forschungsprojekte durchgeführt, die die Komplexität der Erkrankung Amyloidose berücksichtigen.

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Schwerpunkte

Eine stetig wachsende Patientenkohorte mit verschieden Subtypen der Amyloidose in unterschiedlichen Krankheitsstadien, macht das ACCB zum idealen Forschungs- und Studienzentrum. Die enge Anbindung der Charité an das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) mit den dort etablierten Clinical Research Units (CRUs) ist die ideale Plattform für die interdisziplinäre und campusübergreifende klinische Forschung des Zentrums.

Schwerpunkt unserer Arbeitsgruppe ist unter anderem die klinische Charakterisierung von bestimmten Amyloidose-Formen. Dabei steht langfristig auch die Untersuchung des therapeutischen Ansprechens auf neue Therapien im Fokus.

Projekte und Studien

ACCB-Registerstudie

Kurzzusammenfassung:

Amyloidosen beschreiben eine heterogene Gruppe von Multisystemerkrankungen, die durch die Ablagerung von fehlgefalteten, unlöslichen und Proteolyse resistenten Amyloidfibrillen mit sekundärer Organdysfunktion charakterisiert sind. Systemische Amyloidosen sind lebensbedrohliche Komplikationen von monoklonalen Gammopathien (Leichtketten, ALAmyloidosen), chronischen Entzündungen (Serum Amyloid A, AA-Amyloidosen) oder sie treten im Rahmen einer monogenetischen Erkrankung familiär auf (z.B. Transthyretin, TTRAmyloidosen).

Unbehandelt führen diese Erkrankungen häufig zum Tod. Aufgrund der rasanten Entwicklung neuer Therapieformen, steht dem Patienten ein breites therapeutisches Spektrum zur Verfügung. Umso größer erscheint die Notwendigkeit, Patienten in dafür spezialisierten Behandlungszentren von einem multidisziplinären auf Amyloidose spezialisierten Team mit innovativen Methoden und einem wissenschaftlichen Ansatz translational zu behandeln. Dies ist optimalerweise in Exzellenzzentren (NAMSE Typ A Zentren) möglich. Mit diesem Ziel hat sich im Mai 2019 an der Charité ein multidisziplinäres Amyloidosezentrum (ACCB) gegründet. Ein wichtiger Meilenstein in der weiteren Entwicklung ist die Etablierung eines Patientenregisters am ACCB.

Ziel des Projektes ist es, Patienten mit diagnostizierter Amyloidose unabhängig vom Precurserprotein in einem Register des ACCB zu erfassen. Die erfassten Daten beinhalten klinische, diagnostische und therapeutische Aspekte soweit sie im Rahmen der regulären ärztlichen Tätigkeit durch die Neurologie, Kardiologie, Nephrologie, Hämatologie oder andere beteiligte Fachrichtungen des ACCB erhoben werden. Langfristig soll die Behandlung der Patienten durch frühe Diagnosen, standardisiertes Monitoring von Markern der Krankheitsaktivität, frühe Therapieeinleitung und Therapiemonitoring verbessert werden. Mit dem Register wird zudem eine Struktur geschaffen, die es Patienten mit Amyloidose ermöglicht, an wissenschaftlichen Studien teilzunehmen. Der Projektantrag ist zunächst über fünf Jahre konzipiert mit dem Ziel einer daraus resultierenden Verstetigung.

Ansprechpartner:

KARDIOLOGIE

Amyloidosis_vs_Fabry - "Regionaler biventrikulärer und biatrialer Strain zur Differenzierung von Morbus Fabry und Amyloidose bei kardialer Mitbeteiligung"

Kurzzusammenfassung:

Eine sensitive und spezifische nicht-invasive Diagnostik zur raschen Diagnosestellung und Therapieeinleitung ist für die Prognose von Patientinnen und Patienten mit kardialer Amyloidose und Morbus Fabry essentiell. Mittels echokardiographischer Routineparameter der linksventrikulären Funktion und der Herzmuskelverdickung konnte bisher keine eindeutige Unterscheidung zwischen den Kardiomyopathien gezeigt werden. Gerade in frühen Erkrankungsstadien sind kardiale Veränderungen nur gering und/ oder variabel ausgeprägt. Als neue Parameter haben sich in den letzten Jahren mittels 2D speckle tracking Echokardiographie-basierte Methoden diagnostizierbare Unterschiede des regionalen linksventrikulären strains (als Marker für die longitudinale Funktion) etabliert. Dabei wurde eine reduzierte basale bis midventrikuläre longitudinale Funktion des linken Ventrikels bei der Amyloidose ("apical sparing") und eine reduzierte posterolaterale longitudinale Funktion beim Morbus Fabry nachgewiesen. Ersten Ergebnissen zufolge eignet sich möglicherweise die Layer-spezifische Strainanalyse in der bildgebenden Diagnostik bei M. Fabry zur Differenzierung einer kardialen Beteiligung bei M. Fabry. Die laufende Studie untersucht daher weiterführend spezifische Veränderungen des echokardiographischen Strain des linken Ventrikels (endo- und epikardial), des rechten Ventrikels sowie des linken und rechten Vorhofs zur Differenzierung einer kardialen Mitbeteiligung bei Morbus Fabry und Amyloidose.

Ansprechpartner: PD Dr. med. Anna Brand

Systematisches Amyloidose-Screening bei Patienten mit Aortenklappenstenose (SAVER)

Kurzzusammenfassung:

Bis zu 15 Prozent der Patientinnen und Patienten, bei denen wegen einer degenerativen Aortenklappenstenose (AS) ein Aortenklappenersatz durchgeführt wird, weisen gleichzeitig eine kardiale Transthyretin-Amyloidose (ATTR) auf. Diese wird häufig gar nicht oder nur verspätet diagnostiziert. Eine unbehandelte kardiale Amyloidose geht mit einer schlechten Prognose einher, da sie aufgrund der damit verbundenen Verdickung der Herzwände zu einer schweren Herzinsuffizienz führt. Neue Therapieansätze für die ATTR führen zu einer Reduktion der Mortalität und der kardiovaskulär bedingten Hospitalisierungen. Primäres Ziel dieser Studie ist es, ein einfaches ATTR-Screening unter anderem mithilfe eines Fragebogens zu neurologischen Beschwerden, elektrokardiografischen und echokardiografischen Befunden sowie Laborparametern bei Patientinnen und Patienten mit geplantem Aortenklappenersatz in der klinischen Routine zu etablieren. In die Studie werden Patientinnen und Patienten eingeschlossen, bei denen während des Rekrutierungszeitraums die Durchführung eines interventionellen Aortenklappenersatz in der Charité - Universitätsmedizin Berlin oder dem Deutschen Herzzentrum Berlin vorgesehen ist.

Ansprechpartner:

Berliner Herzinsuffizienz-Programm (BeHIP)

Kurzzusammenfassung:

Die Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz erfordert ein enges Zusammenspiel von ambulanten und stationären Behandlern. Das Berliner Herzinsuffizienz-Programm (BeHIP) ist eine gemeinsame Initiative von Herzinsuffizienz-Spezialisten des Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) und der Charité mit dem Ziel, ein Netzwerk aus ambulanten und stationären Versorgungseinrichtungen für Patienten mit Herzinsuffizienz aufzubauen. Für die Patienten ergibt sich dadurch neben einer engmaschigeren Versorgung auch ein besserer Zugang zu spezialisierter Diagnostik und Therapie. Die diagnostische Abklärung von Patienten mit Verdacht auf eine kardiale Amyloidose soll innerhalb des BeHIP-Netzwerkes standardisiert werden, so dass möglichst wenig Zeit bis zur Einleitung einer spezifischen Therapie verloren wird.

Ansprechpartner:

GASTROENTEROLOGIE

GASTRA Studie - "Funktionsdiagnostische und pathophysiologische Untersuchung der gastrointestinalen Beteiligung bei Amyloidose"

Kurzzusammenfassung:

Bei der Amyloidose kommt es durch Störung der Proteinfaltung zur Ablagerung von unlöslichen fibrillären Aggregaten in Organen, Gefäßen und Nerven. Je nach Vorläuferprotein entstehen klassische klinische Manifestationen. Der Gastrointestinaltrakt ist v.a. bei der hATTR, AL- und AA-Amyloidose besonders häufig betroffen. Es kommt dadurch häufig zu Obstipationen und Diarrhoen, Gewichtsverlust und frühzeitigem Sättigungsgefühl. Der Pathomechanismus der gastrointestinalen Symptomatik ist jedoch weitestgehend unklar. Wir möchten daher in einer prospektiven Beobachtungsstudie funktions- und krankheitsspezifische Mechanismen der gastrointestinalen Symptomatik bei verschiedenen Amyloidosetypen auf molekularer und funktionsdiagnostischer Ebene untersuchen.

Wir suchen: Patientinnen und Patienten mit Amyloidose oder gesunde Teilnehmer über 18 Jahre.

Ansprechpartner:

HÄMATOONKOLOGIE

Studien in Vorbereitung

NEO D001 Studie (in Vorbereitung)

Phase 3 Studie zur Testung von Birtanimab plus Standart-of-Care Versorgung vs. Placebo plus Standart-of-Care Versorgung gegeneinander in Mayo-Stadium IV Patienten mit AL-Amyloidose getestet wird.

Ansprechpartner:

OPHTHALMOLOGIE

CORNFIBER Studie

Kurzzusammenfassung:

Goldstandard zur Diagnose einer small fiber Neuropathie (SFN) ist die Beurteilung der intraepidermalen Nervenfaserdichte in der Hautstanzbiopsie. Die corneale konfokale Mikroskopie (CKM) ermöglicht demgegenüber eine nicht-invasive Diagnostik der kleinen Nervenfasern. In verschiedenen Studien konnte gezeigt werden, dass die CKM bei Patienten mit small-fiber Neuropathien bei systemischen Erkrankungen wie einem Diabetes mellitus, oder einer Amyloidose eingesetzt werden kann. Zur Beurteilung der small fiber Morphologie mittels CKM werden über eine automatisierte Analyse (Corneal Nerve Fiber Analyser V.2) verschiedene Parameter quantifiziert. Ziel der Studie ist die Etablierung der cornealen konfokalen Mikroskopie durch die Klinik für Augenheilkunde (Dr. Maier-Wenzel) und die Anwendung in neurologischen Patientengruppen mit small fiber Mitbeteiligung.

Ansprechpartner: PD Dr. Anna-Karina Maier-Wenzel

Publikationen

Hier finden Sie eine Übersicht aller Publikationen des ACCB.