Zwei Personen während einer Operation

Amyloidosen

Amyloidosen sind Proteinfehlfaltungserkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen, Prognosen und Therapien. Alle diese Erkrankungen sind durch die Ablagerung von zum Teil abnorm veränderten Proteinen (Amyloid) im Körper gekennzeichnet.
Die Ablagerung kann lokalisiert, zum Beispiel nur in der Niere, oder generalisiert, das heißt im gesamten Körper, erfolgen. Man unterscheidet zudem genetische, wie zum Beispiel die hereditäre Transthyretin-Amyloidose, von erworbenen Formen, zu denen die Leichtketten-Amyloidose gehört.

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Verschiedene Formen der Amyloidose

Von einer Amyloidose spricht man, wenn fehlgebildete Eiweiße verklumpen und sich als fadenförmige (fibrilläre) Struktur an und um die Körperzellen ablagern. Aktuell sind über 20 Eiweiße bekannt, die zu einer Amyloidbildung führen können. Je nachdem, welche Eiweiß-Art beteiligt ist, unterscheidet man verschiedene Formen der Amyloidose.

Amyloid kann sich in jedem Organ und in jeder Art von Gewebe ablagern. Jedoch sind Herz und Nieren überwiegend betroffen. Auch Ablagerungen in Leber, Magen-Darm-Trakt, Nervensystem und Weichgewebe sind möglich. Diese Organe werden dadurch in ihrer Funktion gestört, wodurch wiederrum Symptome entstehen, die für einige Amyloidoseformen charakteristisch sind.

Als Hauptformen der Amyloidose gelten heute die Leichtketten-Amyloidose (AL), die Transthyretin-bedingte ATTR-Amyloidose und die AA-Amyloidose. Am Amyloidose-Zentrum der Charité Berlin werden Patientinnen und Patienten mit allen Varianten der Amyloidose betreut, wobei die Patientenzahlen über die letzten Jahre stark zugenommen hat. 

Lesen Sie hier mehr zu den häufigsten Amyloidosetypen, ihrer Ursachen, Symptome und Behandlung.

Das Amyloidosis Center Charité Berlin ist auf drei Standorte verteilt